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Sonderausgabe: Empfehlungen für eMedien

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfehlen

         


 

Die Welt, die nicht stehen bleibt

Kuttner, Sarah: Kurt. – Frankfurt am Main: S. Fischer, 2019. – 239 Seiten

Titel verfügbar?

Lena und Kurt haben sich ein altes Haus im ländlichen Brandenburg gekauft, um näher bei Kurts Sohn (ebenfalls Kurt) aus dessen vorheriger Beziehung zu leben. Noch während der Renovierungsarbeiten und Lenas Versuch ihre passende Rolle als „Stiefmutter“ zu finden, verunglückt der kleine Kurt tödlich.
Sarah Kuttner beschreibt tiefergreifend die unfassbare Trauer, das Leben danach, die Entfremdung und Verzweiflung von Lena und Kurt. Es ist kein einfaches Thema, dem sich die bekannte Moderatorin und Kolumnistin in ihrem neuen Roman widmet. Manchmal unterkühlt, manchmal munter und doch immer mit einer sehr starken Sprache geschrieben, bleibt diese traurige Geschichte lange in Erinnerung.

Lisa Weber

 

Alle Toten fliegen hoch – Teil 3

Meyerhoff, Joachim: Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. – Kiepenheuer & Witsch, 2015. – 352 Seiten

Titel verfügbar?

Zwischen dem abgedrehten Unterricht an der Schauspielschule in München, Unter­nehmungen mit Kommiliton/innen und dem leicht skurrilen Alltag im Haus seiner Großeltern im Stadtteil Nymphenburg verbringt der Autor seine Studienzeit.
Das Buch ist wunderschön geschrieben, wahnsinnig komisch, unheimlich traurig und macht deshalb Spaß zu lesen. Für mich der beste Teil der Reihe, der wie alle Teile, auch unabhängig vom Rest gelesen werden kann.

Andrea Bässgen

 

Eine Geschichte gegen das Vergessen

Hess, Annette: Deutsches Haus. – Berlin: Ullstein, 2018. – 365 Seiten

Titel verfügbar?

Frankfurt am Main, 1963: Eva Bruhns ist 24 Jahre alt und arbeitet als Dolmetscherin. Zwischen 1963 bis 1965 fand der erste Auschwitz-Prozess statt, bei dem Eva die Aussagen der ehemaligen polnischen KZ-Häftlingen übersetzen soll. Obwohl ihre Eltern und ihr Verlobter gegen diese Arbeit sind, setzt sie sich durch und erfährt immer mehr entsetzliche Details über das Arbeits- und Vernichtungslager. Eva wird zwischen Schuld-, Mitgefühl und Wut über die Untätigkeit hin- und hergerissen.
Die Autorin ist für erfolgreiche Fernseh­produktionen wie „Weissensee“ oder „Ku’damm 56/59“ bekannt. Hier widmet sie sich einer starken Frauenfigur, die sich zu behaupten lernt. Das zeitgeschichtliche Thema ist in Zeiten von Rechtspopulismus und Verharmlosung sehr brisant.

Lisa Weber

 

To hell and back

Kershaw, Ian: Höllensturz. – Deutsche Verlagsanstalt, 2016. – 607 Seiten

Titel verfügbar?

Europa 1914-1949.
Mit diesem Buch bietet der britische Historiker Ian Kershaw einen Überblick über die Zeit des ersten Weltkriegs bis in die Nachkriegszeit des zweiten Weltkriegs. Da er auf sehr viele Länder in ganz Europa und verschiedene Perspektiven eingeht, bleibt das ganze zwar etwas ober­flächlich, ist dafür aber sehr breit gefächert und dadurch auch (oder besonders) für diejenigen geeignet, die sich bisher noch nicht allzu intensiv mit dieser Epoche beschäftigt haben. Sehr interessant, wichtig und dabei spannend zu lesen.

Andrea Bässgen

 

Abenteuer pur

Heller, Peter: Der Fluss. – München: Nagel & Kimche 2019. – 270 Seiten.

Titel verfügbar?

„Seit zwei Tagen rochen sie den Rauch“. So beginnt der Abenteuer­roman, in dem die beiden Studenten Jack und Wynn auf einem Fluss im Norden Kanadas auf einer Kanutour unterwegs sind. Eigentlich wollten sie mehrere Wochen lang die Natur erleben, Einsamkeit, Entspannung und Ruhe finden. Jetzt spitzt sich die Situation dramatisch und unvermittelt zu. Es gilt, dem verheerenden Waldbrand schnell zu entkommen. Eine Gefahr, die die beiden zu zweit meistern können. Aber auf dem Fluss sind andere unterwegs und diese werden zur mörderischen Bedrohung für die beiden. Der Autor hat es nicht eilig, bis seine Geschichte eskaliert. Lange widmet er sich der Freund­schaft seiner beiden Helden, dem Farmers­sohn Jack und Wynn, und ein Element des Romans ist auch der Konflikt zwischen diesen unter­schiedlichen Charakteren und den daraus entstehenden Konsequenzen. Noch mehr Zeit nimmt er sich für die Natur­beschreibungen, und gerade diese Passagen sind absolut großartiger Lese­stoff, lebendig und voller Details und voller grandioser Landschafts­beschreibungen und Natur­beobachtungen.
Ich fand’s spannend und mitreißend!

Andrea Däuwel-Bernd

 

Spannendes Pferdedrama für die ganze Familie

Lucky Star: Mitten ins Herz. – Regie: Anne Fassio, 2013. – 97 Min.

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Gemeinsam mit ihrem Vater Pierre muss sich die Reiterin Louise, nach dem Tod ihrer Mutter, um das Gestüt kümmern und dieses vor dem Bankrott retten. Bald darauf verblutet die Lieblingsstute ihrer Mutter bei der Geburt eines Fohlens. Louise zieht das eigenwillige Fohlen Marquise auf, welches ihr dabei hilft über ihren Schmerz hinwegzukommen. Louise beschließt, eine harte Jockey-Ausbildung zu beginnen, wo sie allmählich Gefühle für den strengen Reit­lehrer Julien entwickelt.
Schafft Louise es, gemeinsam mit Marquise ein wichtiges Rennen zu gewinnen und so das Gestüt vor dem Bankrott zu retten?

Jessica Henzler

 

Lieblingsserie aus der Kindheit

Eine lausige Hexe. – Regie: Andrew Morgan,1998. – Serie mit 4 Staffeln. – ca. 25 Min. pro Folge

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Mildred Hoppelt ist überglücklich, dass sie an der Graustein Akademie für Hexen auf­ge­nommen wurde. Schon am ersten Tag schafft sie es jedoch, sich den Unwillen von Lehrerin Frau Harschmann und die Missgunst von Mitschülerin Esther Edel zuzuziehen. Doch obwohl Mildred die schlechteste Schülerin der Schule ist – eine lausige Hexe eben – findet sie schnell gute Freundinnen und erlebt allerhand spannende und auch lustige Abenteuer.

Andrea Bässgen

 

Abenteuerliche Reise durch Afrika

Der weiße Löwe. – Regie: Michael Swan, 2010. – 94 Min.

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Löwenliebhaber aufgepasst: Im preisgekrönten Film ,,Der weiße Löwe“ rettet der Junge Gisani den neugeborenen weißen Löwen Letsatsi vor einer Hyäne und beschützt diesen von nun an. Gemeinsam erleben die beiden viele Abenteuer. Als Trophäenjäger es auf Letsatsi absehen, tut Gisani alles dafür, um den weißen Löwen zu retten. Wird ihm das am Ende gelingen?
Der Film besticht zudem durch tolle Tier- und Landschaftsaufnahmen aus Südafrika.

Jessica Henzler

 

Zeitgeschichte

Der Staat gegen Fritz Bauer. – Regie: Lars Kraume, 2015. – 105 Min.

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Generalstaatsanwalt Fritz Bauer verfolgt das Ziel, NS-Verbrecher vor Gericht zu bringen und die Deutschen so dazu zu bringen, sich mit den Gräueltaten ihrer jüngsten Vergangenheit auseinanderzusetzten. Doch der Staat hat daran kein Interesse, auch nicht als ein anonymer Hinweis zum Aufenthaltsort von Adolf Eichmann auftaucht.
Die beeindruckende Geschichte über einen mutigen Mann, der sich entschlossen und gegen alle Widerstände für Gerechtigkeit und Aufarbeitung einsetzt.
Der Film beruht auf historischen Tatsachen, bietet Spannung und hinterlässt ein befremdliches Gefühl gegenüber der Verdrängung in der damaligen Zeit.

Lisa Weber & Andrea Bässgen


 

Empfehlungen März 2020

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfehlen

  


 

Mitten unter uns

Cankiran, Rukiye: Das geraubte Glück. Zwangsheiraten in unserer Gesellschaft. – Freiburg i.B.: Herder, 2019. – 192 Seiten

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Rukiye Cankiran, engagierte Frauenrechtlerin, in Hamburg aufgewachsen in einem Elternhaus mit türkischen Wurzeln, hat sich eines wichtigen und weltweit brisanten Themas angenommen: Sie beleuchtet die Rechte von Kindern, Jugendlichen, sehr jungen Frauen (und Männern) in Bezug auf die Freiwilligkeit und Freiheiten einer Eheschließung und in Geschlechtsbeziehungen (Zwangsehe, arrangierte Ehe). Die Autorin erläutert gesellschaftliche, kulturelle, familiäre Traditionen und Zwänge – mit ihren teilweise verheerenden Folgen für die jungen Menschen, ihre Selbstbestimmung, Gesundheit und Lebensgestaltung betreffend. Cankiran deckt auf, wo weggesehen wird und um welchen Preis das geschieht. So genannte „Ehrenmorde“, deren Vorkommen sie auch in Deutschland mit Zahlen und Beispielen belegt, sind ebenso Thema ihres Buches wie die Rolle der Söhne und Männer in Gesellschaften, die Frauen- und Menschenrechte grob missachten. Sie erläutert die Motivation und die Strukturen, aus denen solche Handlungen erwachsen. Ihr Lösungsansatz ist Ansprechen, Aufklärung und die unmissverständliche und nicht verhandelbare Verteidigung der Menschenrechte weltweit.

Tanja Schleyerbach

 

Spannende Verbrecherjagd im britischen Oxford der 1960er Jahre!

Der junge Inspektor Morse, Staffel 1. – Regie: Ed Bazalgette, Tom Aughan. – 3 DVDs, 2017. – 449 Min.

Titel verfügbar?

In der Welt der Krimi- und Thrillerfans ist er wohlbekannt: Detective (Chief) Inspector Endeavour Morse – seines Zeichens erfolgreicher Polizist im Kampf gegen Verbrechen aller Art, die die Universitätsstadt Oxford und ihre Einwohner in Atem halten. Beruhend auf einer Idee des Autors Colin Dexter, schuf der britische Sender ITV 1987 die erste TV-Reihe um Inspektor Morse. Stets begleitet von Detective Sergeant Robert Lewis löst Morse seine Fälle auf manchmal ungewöhnliche Weise. Doch genau das macht ihn auch so sympathisch.

Aber wie fand der Opernliebhaber in die Welt der Kriminalistik? Auf diesen Wegen wandelt die Serie „Der junge Inspektor Morse“, welche bereits seit 2012 erfolgreich in Großbritannien läuft und 2017 in das Programm von ZDFneo aufgenommen wurde.

Der junge Endeavour Morse, gerade erst von der Legion zurückgekehrt, kommt in Oxford Mitte der 1960er Jahre an und beginnt, bei der Polizei des wunderschönen Universitätsstädtchens unter Detective Inspector Fred Thursday, der sein etwas brummeliger, aber durchaus loyaler und sympathischer Mentor ist, seine ersten Fälle zu lösen. Der junge Morse ist, im Gegensatz zu seinem späteren Ich, eine schüchterne, stille und zurückgezogen lebende Erscheinung. Von Zeit zu Zeit wirkt er auch etwas melancholisch, und vorerst wird nicht viel über seine Vergangenheit preisgegeben. Auch wird er nicht gerade mit offenen Armen empfangen, da seine Methoden eher merkwürdig erscheinen. DI Thursday hält jedoch große Stücke auf Morse und steht ihm in verschiedenen Situationen bei, so dass man beinahe sagen könnte, er stellt die Vaterfigur für Morse in diesem Szenario dar.

Die Fälle sind teilweise düster und nehmen immer ihren ganz eigenen Verlauf. Oft werden auch mehrere Vorfälle intelligent miteinander verflochten, was die Spannung aufrechterhält. Und dann, wenn der Verbrecher geschnappt, der Tag gerettet und Morse und Thursday ihr wohlverdientes Bier im Pub einnehmen können, wartet manchmal auf dem Nachhauseweg oder in der Post noch ein kleines Detail des letzten Falles, das alles auf einmal viel klarer und manche Beteiligten anders erscheinen lässt. Und auch der Zuschauer denkt anschließend noch eine Weile über diesen Wendepunkt der Geschichte nach.

Schlussendlich gibt es drei sehr gute Gründe, weshalb man die Serie anschauen sollte:

1.    Eine Vielzahl an Außenaufnahmen wurde direkt in Oxford gedreht. Die Stadt allein ist eine der schönsten Kulissen, die man sich überhaupt vorstellen kann.

2.    Die 1960er Jahre sind aufgrund der damaligen Lebensstile, Mode und auch den tollen Autos immer eine kleine Zeitreise wert.

3.    Morse ist Kult, egal in welchem Alter man ihm begegnet, und deswegen sollte man ihn sich nicht entgehen lassen!

Jessica Grobelnik

 

Hasstiraden und Überlebensstrategien

Groschupf, Johannes: Berlin Prepper. – Berlin: Suhrkamp, 2019. – 236 Seiten

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Beeindruckend fand ich diesen Thriller, der mit seiner nüchternen und kalten Sprache und düsteren Atmosphäre mehr ist als ein Kriminalroman:  Er bietet eine gesellschaftspolitische Bestandsaufnahme, macht die Neonazi-Szene, die Rolle der Medien, populistische Hetze und enthemmte Sprache zum Thema.
„Approve, delete, delete, delete“ – jeweils zwölf Stunden muss Walter Noack die Pöbeleien und Hasstiraden in den Kommentaren zu Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln löschen. Im Newsroom eines großen Berliner Medienunternehmens arbeitet er als Online-Redakteur in Schicht. Durchgeknallte User, die sich „Besorgter Bürger“, „Axel Schweiß“ oder „Musashi“ nennen, und deren Hasstiraden sind sein Alltag, Beschimpfungen und Pöbeleien in den Kommentarforen das tägliche Brot in der Medienwelt. Wenn er nicht im Newsroom sitzt, schwimmt er in der Spree gegen den Strom, hält sich mit Joggen fit und legt Notvorräte an für den Ernstfall. Welcher Ernstfall? Walter ist ein sogenannter Prepper, ein Mensch, der überzeugt ist, dass die gesellschaftliche Ordnung zusammenbricht und der sich aufs Überleben trotz Unruhen, Anarchie und Apokalypse vorbereitet. Als es in Berlin im Sommer zu Bränden und offener Anarchie kommt, gerät er immer tiefer in die Szene der Reichsbürger und Neonazis hinein und sein Leben läuft endgültig aus dem Ruder.

Andrea Däuwel-Bernd

 

Spannende Fluchtgeschichte

Ballon. – Regie: Michael Bully Herbig. – 1 DVD, 2019. – 120 Min.

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Im Sommer 1979 planen zwei Thüringer Familien die Flucht aus der DDR – mit einem Heiß­luft­ballon. Was voll­kommen ver­rückt klingt, gelingt beim ersten Versuch fast. Wie es möglich ist, in einem Staat, in dem vieles verboten und von Spitzeln über­wacht, kontrolliert und zensiert und der Zugang zu Waren limitiert war, diese Idee zu gebären und in Realität um­zu­setzen, bedarf eines hohen Maßes an Kühn­heit und Un­ver­froren­heit. Nur eine der beiden Familien wagt letzt­lich dieses Unter­nehmen. Der erste Ver­such, minutiös mit dem selten auf­kommenden not­wendigen Nord­wind ge­plant, um über die Grenze zu kommen, scheitert wenige Meter vor der Grenze mit einem drama­tischen Ab­sturz, bei dem alle vier wie durch ein Wunder über­leben.
Die Ver­zweiflung muss groß sein, um das Leben der eigenen Familie zu riskieren. Der DDR-Staat sieht sich heraus­gefordert, die Flucht­willigen zu schnappen und setzt dafür jedes Mittel ein, und immer enger zieht sich die Schlinge um die kleine Familie, während diese nun wieder mit der anderen Familie zusammen einen zweiten Aus­bruchs­versuch plant, der nicht un­bemerkt bleibt. Stoff­bahnen in dieser Größen­ordnung und die anderen Uten­silien zu kaufen, fällt auf, auch wenn man es klug auf Orte und Personen verteilt, die Ver­käufer werden auf­merk­sam und melden diese Ein­käufe. Die beim letzten Versuch ver­lorenen Tabletten, das gesehene Auto und andere Auf­fällig­keiten führen bald zu den gesuchten Personen.
Der Zuschauer zittert mit, ob den Familien die Flucht dieses zweite Mal gelingt, und auch wenn manche Auf­fällig­keiten und handelnden Personen der Stasi im Film möglicher­weise zusätzlich dramatisiert wurden, so nötigt mir der Mut und der unbedingte Wille zur nervenaufreibenden Flucht allen Respekt ab. Eine grandios Um­setzung des Stoffes mit tollen Schau­spielern, der auf einer wahren Be­geben­heit beruht und daran er­innert, welche Ver­zweiflung Menschen heute aus ihren Her­kunfts­ländern treibt und sie ihr Leben aufs Spiel setzen lässt.

Tanja Schleyerbach

 

„Ich“ ist das wichtigste Wort

Ausgewählt von Rainer Wieland. – München: Piper, 2010. – 694 Seiten

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Friedrich Hebbel nannte es das „Notenbuch des Herzens“ und Benjamin Constant das „Lagerhaus der Tollheiten“. Die geheimsten Gedanken vertraut man gerne seinem Tagebuch an, aber auch Erfolge und Wünsche, Misslichkeiten, Peinliches und Intimes. Kein Unbefugter soll dazu Zutritt erhalten, aber Tagebücher verheißen dem Leser auch den Blick durchs Schlüsselloch und den Einblick in ganz Privates. Das ist ihr besonderer Reiz. Das Tagebuchschreiben in seiner ganzen Vielfalt präsentiert das „Buch der Tagebücher“. Es lädt ein zu einer abenteuerlichen Reise in die Welt des Denkens und Fühlens und eignet sich auch wunderbar als Jahrbuch, denn Tag für Tag begegnen uns dort Künstler, Erfinder, Abenteurer und Entdecker.
Für alle, die gerne Stöbern und Staunen.

Andrea Däuwel-Bernd